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News

Die Feuerwehr Altrip trauert um ihren Ehrenwehrleiter Gerhard Karl,... mehr


Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ Publikation: Ludwigshafener
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Quelle:
AMTSBLATT und Nachrichten der Gemeinde
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Jahresabschlussübung 2013
News vom 14.11.2013, 10:50 Uhr


„Alle müssen alles können“
Jahresabschlussübung der Altriper Freiwilligen Feuerwehr begeistert besonders die jungen Zuschauer

Altrip. Bei der diesjährigen Jahresabschlussübung hat die Freiwillige Feuerwehr Altrip am Samstag ihr ganzes Können unter Beweis gestellt. Knapp 60 Zuschauer erlebten mit, wie die Rettungskräfte der Gemeinde Unfallopfer bergen, Keller auspumpen und gegen Brände vorgehen.Es ist 15 Uhr, als die erste Sirene durch Altrip hallt. Gleich mehrere Unfälle haben sich an diesem sonnigen Samstag im Wasserwerk der Rheingemeinde ereignet. Eine verletzte Person liegt auf einem Dach. Ein anderes Opfer ist bei Abbrucharbeiten unter einem massiven Betonklotz eingeklemmt worden. Zusätzlich müssen noch eine Grube abgepumpt und ein Feuer gelöscht werden. Für die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Altrip heißt das jetzt vor allem eins: Schnell und geordnet an den Unfallort gelangen und größere Schäden verhindern.Eigentlich könnten sich die 54 Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Altrip um alle vier Unfälle gleichzeitig kümmern. Damit die Zuschauer aber auch was von den verschiedenen Einsätzen sehen können, geht es der Reihe nach. Schließlich gehören alle Unfälle zur diesjährigen Jahresabschlussübung der Wehr. „Die Abläufe müssen sitzen“, sagt Wehrleiter Uwe Peter Schreiner. „Heute ist die Übung am Tag und das Wetter ist schön, das alles muss aber auch nachts bei schlechtem Wetter klappen.“

Die Übung ist in drei Teile gegliedert. Los geht es mit dem Unfallopfer auf dem Dach. Blitzschnell ist eine Leiter in Stellung gebracht und der erste Trupp auf dem Weg nach oben. Der kümmert sich um die Erstversorgung des Verletzten und fixiert ihn auf der Trage. Weil die Feuerwehr Altrip keine Drehleiter zur Verfügung hat, wird mit Hilfe von Seilen aus der Leiter eine Hebevorrichtung. Damit wird die Trage samt Patient nach unten gebracht. Hier geht es nicht darum, schnell zu sein. Das Wohl des Verletzen steht im Vordergrund.

Im zweiten Teil muss eine Person gerettet werden, die unter einem Betonklotz eingeklemmt ist. Dafür muss der schwere Brocken zuerst weggehoben werden. Schon rauscht die nächste Fuhre mit Kameraden zum Unfallort. Mit vereinten Kräften soll der Betonblock angehoben und entfernt werden. Weil das nicht gerade ungefährlich ist, müssen die Feuerwehrleute diesen abstützen und sichern. Mit einem Schlauch, der sonst zum Löschen da ist, wird der Klotz angehoben. Dabei hilft die Kraft des Wassers, den massiven Steinblock nach oben zu drücken. Danach wird der Quader mit Hebekissen und Holzklötzen Stück für Stück aufgerichtet, bis dieser auf die andere Seite fallen gelassen werden kann. Da für das Unfallopfer vom Betonblock keine Gefahr mehr ausgeht, kann sich nun der Rettungsdienst um den „Verletzten“ kümmern.

Nebenbei haben die Kollegen mit dem Kran des Mehrzweckfahrzeugs eine Tauchpumpe über einem vollgelaufenen Becken in Position gebracht. Die wird sonst zum Auspumpen von Kellern genutzt. Kaum ist diese ins Becken eingetaucht und der Schlauch angeschlossen, heißt es auch schon Wasser marsch. Kaum zwei Minuten dauert es und knapp 10.000 Liter Wasser sind aus der Grube auf die nahe Wiese geleitet worden.

Zum Schluss wartet noch das „Kerngeschäft“ auf die Feuerwehrleute: Ein Brand muss gelöscht werden. Dabei kommt auch die Atemschutzausrüstung zum Einsatz. Gelöscht wird sowohl mit Wasser, als auch mit Schaum. Wichtig ist hierbei, dass jeder weiß, was er zu tun hat, damit alles reibungslos abläuft. Dafür werden die Feuerwehrmänner vom jeweiligen Einsatzleiter angewiesen.

Jedes Jahr stehen für die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Altrip 20 solcher Übungen auf dem Plan. „Das ist ja das Spannende an der Freiwilligen Feuerwehr. Man weiß nie, wie viele und wer da ist. Deswegen müssen alle alles können, Allrounder sind gefragt“, erklärt Schreiner den Aufbau der Übung. Den zahlreichen jungen Zuschauern hat die Vorstellung der Feuerwehr besonders gefallen. Für viele der Kinder ist jetzt der neue Berufswunsch klar: Feuerwehrmann. Damit scheint auch der Nachwuchs der Altriper Wehr gesichert. (joko)


Quelle: Verlag: DIE RHEINPFALZ Publikation: Ludwigshafener Rundschau Ausgabe: Nr.261 Datum: Montag, den 11. November 2013 Seite: Nr.27